Sehr geehrter Koiliebhaber, sehr geehrter Koi-Interessierte, hier möchten wir Ihnen zeigen, wie wir in Japan für Sie Koi Aussuchen (Selektieren)!

 
20.02. Ankunft in Nagaoka
 

Es ist regnerisch in Nagaoka als wir ankommen. Wir schauen auf die Uhr und stellen etwas enttäuscht fest, daß es bereits nach 16:00 ist, also noch max. 1,5 Stunden Tageslicht gibt! Klare Sache - alle Sachen ander Rezeption abgeben (eingecheckt wird später!) - und ab ins Auto!

Nach kurzer Zeit sind wir bei Shinoda und versuchen uns einen Überblick über seine Tiere zu machen. Natürlich schlagen wir gleich zu, denn wer weiß, wer morgen früh evtl. vor uns hier ist und evtl. die schönsten Tiere wegschnappt!
Es wird langsam dunkel und wir beschließen am nächsten Tag nochmal vorbei zu schauen um uns einige Fische nochmals zu betrachten und um zu schauen welche Tosai (Einjährige Koi) wir denn kaufen können & wollen.

Danach ging es ganz klassisch zum Sushi-Essen. Spitzenklasse - einfach unheimlich weit weg von all dem, was in Deutschland geboten wird (obwohl wir da einen heißen(!) Tipp für Sie haben wo es in Hamburg richtig leckeres Sushi gibt! Fragen Sie uns doch einfach mal danach!)!


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21.02. Früh auf und ab zu den Züchtern
 

Das Wetter bessert sich. Bereits morgens kommt etwas die Sonne durch - klasse - bestes Wetter zum Koi "erspähen"!

Als erstes geht es zu Otsuka. Er ist bekannt für seine schönen Goshiki (die leider auch meistens etwas teuer sind) macht aber inwischen auch Asagi (Matsuba) und macht inzwischen auch schon ganz hübsche Ki-Utsuri! Seine "Großen" waren wieder sehr schön, jedoch nicht in unserer Preisklasse, die Tosai waren wirklich gut (Chagoi, Goshiki, Ki-Utsuri). Haben noch einige Nisai gefunden die einfach mit mussten (Goshiki und Tancho´s)

Danach ging es dann weiter zu Shinoda. Endlich die Fische bei Tageslich ansehen! Klasse!!! Die Farben sehen sofort ganz anders aus! Ein paar kleine Hi-Utsuri und einige GoSanke (Kohaku, Showa, Sanke) in klein gekauft (teilweise echt Superqualität!)!

Und weiter zu Masaki - er macht mit die besten Shiro-Utsuri die es für Geld zu kaufen gibt (die Sansai (3´jährige) und älteren sind echt Klasse!). Haben bei seinen Tosai zugeschlagen (tolle Tiere: Kumonryu, Shusui (toll!), Showa und Mattalics)!

Die Sonne ist hier in den Bergen ganz schön stark, gerade, wenn man im Gewächshaus steht und Fische aussucht.

Aber es keine Müdigkeit vortäuschen, weiter geht´s aus zu Konyasu (Conias) / Hiroi. Hier stockt einem regelmäßig der Atem, weil die Tiere so unglaublich gut sind. Die Gosiki (ob normal, doitsu (schuppenlos) oder ginrin (Metallglitzerschuppen)). Eigentlich kein Züchter für Asagi, aber bei diesem einen konnte (und wollte) ich nicht wiederstehen - aber schaut selbst! Über die oshiki muß ich wohl kaum ein Wort verliehren - wer es nicht sieht, mag gerne zum Vergleich mal vorbeischauen (wenn die Tiere da sind!)!

Als letztes (mit der Untergehenden Sonne) waren wir noch bei Dainichi im Tal. Die Fische in diesem Gewächshaus sind eine Klasse, die sich die meisten Koihalter in Deutschland NICHT vorstellen(!!!) können! Hier schwimmen Nisai (Zweijährige) die kaum 18 Monate alt sind, jedoch locker(!) 60-70 cm haben! DAS ist immerwieder ein ERLEBNIS! Im benachbarten Gewächhaus haben wir Tiere gesehen, die waren 7 Monate alt (geschlüpft im Juli 2007) und hatten eine Größe von 40 cm (VIERZIG)! Das die nicht zum verkauf standen ist wohl ein selbstgänger, denn diese Tiere wachsen ganz lässig in die Extrem-Jumboklasse und werden erst mit einer etsprechenden Größe verkauft (für entsprechendes nicht kleines Geld!)!

Ein Besuch bei Torazo (supertolle Kohaku und Showa) war auch noch drinn. Seine Fische wieder unglaublich schön und groß (und damit entsprechend preislich angesiedelt)!

So, Feierabend! Ab zu "TonCatZu" (oder wie es richtig gechrieben wird) - hatten viel Spaß im Auto, da wir einem Japanerstreisendem sehr glaubhaft machen konnten, das es sich dabei um Katze handelt (und das über eine Stunde lang, noch bis das Essen vor Ihm stand und er dieses verweigerte!). Letztendlich hat er uns geglaubt das es hier keine Katzen zu essen gibt! Es war leckeres Schweinefleisch!


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22.02. Ein neuer Tag
 

Nachdem die letzte Nacht wegen des Berichtes und der Bilder doch recht kurz war (3 Szd., leider nur 2 geschlafen), beginne ich nun schon unterwegs etwas zu schreiben (auch wenn der Magen es nicht gut findet!)!

Als erstes geht es heute Richtung Omosako, eigentlich um einige Tosai (1 Jährige) zu sortieren - leider hat er trotz vorheriger Anmeldung und ankündigung des Vorhabens werder die Tiere vorher nicht gefüttert, noch hätte er Platz für die ausgesuchten Tiere diese getrennt zu hältern, bis Sie verschickt werden können. Etwas enttäuscht wenden wir uns den Nisdai zu und entdecken doch einige wirklich sehr sehr schöne Tiere für faires Geld (Showa, MatsuKawabake, Doitsu Hariwake, Shusui)!

Diese Region ist Landschaftlicht unglaublich schön ... erst recht mit dem momentan liegendem Schnee auf den angerenzenden Bergen!

Weiter es zu Sekiguchi. Mit wenig Hoffnung auf Erfolg erreichen wir Ihn. Es stehen zwei zusätzliche kleine Gewächshäuser neben dem bereits vorhandenem Kleinem (welches gerade mal 4 Becken hat). Die neuen ebenfalls jeweils mit 4 Becken, diese jedoch wesentlich größer! Seine Perl-Koi (die wir bereits vor 3 Jahren bei Im gekauft hatten) sind leider bereits alle verkauft! Also schauen wir mit einem weinendem Auge auf seine wunderschönen Tategoi (wirkliche Tategoi!) mit der Sicherheit nichtmal fragen zu müssen, ob diese verkauft werden! In einem der anderen Teiche durften wir sortieren. Mit einem lächeln bekamen wir bestätigt, das wir das richtige Auge hatten, denn hier wären einige sehr gute Tiere drin. Also machten wir uns auf aus ca. 3000 Tieren mit 11-23 cm (alle gleich alt!) die mit dem besten Potential herauszupicken. Super was es in solch einer Aktion wieder an Lernwert für alle Beteiligten gibt! Sowohl Sekiguchi (der erfuhr, das in Deutschland sehrwohl auf das letzte Körperdrittel geachtet wird), als auch wir (denen er immer wieder Tipps gab, welches Tie noch ganz gut ist (was wir wirklich sehr ehrenwert empfanden)). Am Ende hatten wir einige Boxen gefüllt (jeweils 30 Stück) und da die Qualität im Vordergrund stand (wie eigentlich immer) sind es natürlich keine Großen geworden (die er sonst ja vorher für sich herausgesucht hätte)! Nach 3 Stunden waren wir im warsten Sinne des Wortes fertig (heißes Gewächshaus, anstrengendes Aussuchen, ganze Zeit in der Hocke / auf den Knien).

Ups ... fast 17:00 ... jetzt wird aber Zeit ... auf geht es zu Hirasawa (Sein Sohn Yoshiyuki war da). Wiedereinmal erschlägt die Anlagengröße dieses Riesenzüchters uns so langsam entstehen Fische mit einer imer besser werdenden Qualität - sehr erfreulich! Haben schöne Yamabuki Oogon und Kigoi (auch einen tollen ginrin Kigoi) gefunden! Mußte einfach mitgenommen werden - einfach stark! Schaut selbst! Zum Glück gibt es dort Licht (Leuchtstoffröhren), um auch in und nach der Dämmerung weiter Fische aussuchen zu können.

Und jetzt endlich Schluß für heute, wir sind alle schon recht müde. Wo es heute hingeht steht schon seit Tagen fest (immer wieder verschoben) - ins UNAGI-Restaurant! Hier gibt es leckeren Süßwasserflußaal gebraten auf Reis mit leckerer Soße - ist Kult und Kultur!

 


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23.02. Alles für Einen, Einer für Alle
 

Der morgen beginnt, wie immer mit 7:00 Frühstücken (schon in Deutschland nicht meine Zeit), und daß mit (schon wieder) unter 3 Stunden Schlaf (da ich am Vorabend noch Bilder herausgesucht, geschnitten, aufbereitet habe)!

Unser Ziel liegt weit außerhalb von Nagaoka an einem "geheimem Platz" mit einem "geheimem Züchter", denn wir wollen uns diese Qualität und den Preis den wir dort erhalten auch in Zukunft sichern (was nur geht, wenn nicht soviele Käufer dorthin fahren)! Wir nennen Ihn Marudoh (mit "h"), da er sehr ähnliche Fische mit Marudo hat.

Es ist 8:00 Samstag, die Straßen sind ruhig (daher machen wir es heute), der Bahnhof an unserem Hotel ist wenig besucht um diese Zeit. Wir "springen" voller Erwartung ins Auto, um uns dann Zwei Stunden ruhig dorthin fahren zu lassen.

Auf dem Weg ein kurzer Halt an einer "Raststätte" auf einen Kaffee / Cappuccino, den es STILECHT in Fischbechern aus einem Automaten gibt (mit aufgesetztem Deckel, perfekt gebrüht innerhalb von 40 Sekunden, dann erst wird er von einer automatischen Tür freigegeben) - siehe Bilder!

Endlich am Ziel angekommen, verschaffen wir uns erstmal einen Überblick: Tolle Sansai und Yonsai (3- und 4-jährige), zum weinen schöne Kundenfische die hier überwintern (Bilder) auch schöne Nisai (2-jährige) bei denen wir auch gleich zugreifen (Hi-Asagi, Kuhaku, Sanke). Die Wahl in einem Teich mit ca. 500-600 Fischen ist schon recht heftig - ein schnelles Auge zu Vergleichen ist hier vorteilhaft! Leider gibt es hier dieses Jahr keine der sonst so schönen YamabukiOgon (gelbe Metallics), aber nächstes Jahr sieht es gut aus, dnn er hat einige Kleine mit hoher Qualität die er nicht verkaufen möchte!

Nun wird um einige spitzenklasse Sansai und Yonsai gepokert (momentan nicht mein Interessengebiet, verfolge es aber mit Spannung) - wieder werden bestimmte Fische nicht mit einem Preis versehen, da Sie nicht verkauft werden sollen (wachsen weiter und bringen nächstes Jahr noch mehr) oder der Züchter der Meinung ist, der Kunde würde den Preis nicht bezahlen können (oder wollen)!

Nun geht es zur Hauptsache: Wir wollen Tosai (Einjährige 10 - 20 cm) sortieren. Die Fische in diesem Teich sind (da wir uns vorher angemeldet haben) bereits an diesem Tag nicht gefüttert worden (verbessert die Wasserbedingungen im Teich und in den Sortierwannen erheblich!)! Der Teich den wir sortieren dürfen beinhaltet 7.000 Tiere (Siebentausend)! Wir werden jeden(!) Koi anschauen, bewerten und dann entscheiden, ob er den Preis wert ist (der diesmal recht hoch war - daher haben wir auch nur die wenigen sehr guten Koi herausgesucht!). Nach Stunden des Sortierens, durchnäßten Hosen (vom Spritzen der Koi), Muskelkarter (wir haben ca. 600kg Fisch bewegt - der Kescher jedesmal nicht einberechnet) und leicht fröstelnder Nase begebe wir uns etwas klapprig zurück zum Auto!

Jetzt geht es zum nächsten Highlite - zum AmaEbi-Essen. Das sind ganz leckere frische Süßgarnelen, so frisch und Karotinhaltig, daß Sie sogar die Finger rot färben. Wir essen Sie roh (natürlich) mit Sojasauce und Wasabi (Meerrettich - scharf!). HAMMERLECKER!!!!! Muß man probiert haben. Selbst unser Fischessenverweigerer dieser Reise (Sorry) hat die Garnelen probiert, und fand Sie lecker (jetzt musten wir die auch noch teilen ... hätten wir bloß nichts gesagt!)! Bilder hierzu siehe ebenfalls rechts!

Danach zurück ins Hotel - alle sind müde - leider auch der Fahrer, den wir bewachen müssen, damit er uns nicht einschläft (das ist Arbeit!!!)! Noch eine Nudelsupper, Bericht schreiben (hab ich ja gleich fertig), Bilder fertig machen (sind heute ja nicht so viel) und dann endlichmal etwas länger schlafen!

 


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24.02. Glanz und Glämmer
 

Kein Morgen wie jeder andere. Nach 6 Stunden schlaf sieht die Welt doch etwas besser aus (auch wenn e sich die erste halbe Stunde nicht so anfühlt. Die "Mädels" vom Frühstück haben verstanden und bringen (noch) relativ schnell frischen Thunfisch nach (lecker, auch morgens)!

Vorherschauend sind wir mit einer gewissen Begeisterung dabei, denn heute geht es zuerst etwas in die Berge, um noch ein paar schöne Koi auszusuchen und dann weiter zu ... ADA (Aqua Design Amano).

Wir fahren Zeitnutzend gleich in die richtige Richtung und besuchen Kaneko (bekannt für Kujaku und Shiro-Utsuri). Die Straße ist repariert bzw erneuert und führt jetzt auf der anderen Seite von Fluß & Tal auf sein Grundstück (wegen doch etwas größerem Erdrutsche bem schlimmen Erdbeben 2005)! Nachdem wir wartend 10 Minuten den eisigen Wind genossen haben erscheint Kaneko und wir schauen uns die Tosai (1-jährigen) an ... tolle Shiro-Utsuri ("boa werden die mal geil!") und klasse Kujaku! Schauen uns noch die Nisai (2-jährigen) an, die in verschiedenen Teichen untergebracht sind (nach Qualität und Wachstum sortiert) und halten uns aus diesen erstmal raus . Dann schauen wir noch nach großen Shiro´s ... superklasse klassische Zeichnung zum fairen Preis (61 cm in der Qualität für 2500-3000 Euro) und schlagen zu! Kaneko hat noch etwas ganz besonderes, was wir vor Jahren entdeckten und letztes Jahr bereits anbieten konnten: Sabao Goldfische - Schleierschwänze (mit nur einer Schwanzflosse, damit Sie noch richtig schwimmen können) und besonders hoher Körperform in guter Qualität. Diese gibt es auch in Spitzenqualität, würden jedoch in Deutschland ca. 650 Euro kosten - daher verzichten wir darauf (haben aber Bilder gemacht - unbedingt ansehen)! Haben wieder einige "kleine" gekauft und diesmal auch 4 Größere, um zeigen zu können was daraus wird!

So und nun? Einfach weiter denken Sie? Nein, am Sonntag ist zwar in Japan fast jedes Geschäft geöffnet, aber für die Züchter "auf dem Land" ist das ein Ruhe- / Familientag und wir haben es schwer jemanden zu finden der genau zu der Uhrzeit, wo wir in der Nähe sind, auch da ist und bereit ist uns seine Koi zu zeigen (und zu verkaufen)!

"AOKI is in!" bekommen wir zu hören und fahren zu Aoki, der uns mit einem chamantem Lächen empfängt. Aoki kennt uns Europäer und unsere Geflogenheiten recht gut, da er oft nach Europa als Preisrichter eingeladen wird. Er macht wunderschöne Metallic´s mit sehr individueller Zeichnung und neuerdings auch Goshiki (5-farbige) in unerwartet guter Qualität! Schuld ist seine Frau ... naja genau genommen seine Goshikifrau, denn zu der kann man(n) wohl kaum "nein" sagen (die ist einfach extrem schön!)! Wir schauen einige gute Nisai an, die uns aber größenmäßig und von den Preisen nicht ins Sortiment passen (hätten doch schon 800-900 Euro gekostet)! Wir fragen nach und dürfen aus einem anderem Teich Fische sortieren. Hier haben wir 12 sehr attraktive Fische gefunden, die Preislich wesentlich angnehmer sind. "Tolle Fische fürs Geld" sind wir uns einig! Und auf gehts, um den nächsten Züchter besuchen zu können.

Sonntag ... und immer wieder Sonntag ... kein Züchter in der Nähe ist "in" (zu hause) oder hat Zeit. Na dann ... machen wir uns halt auf den Weg zum Naturaquariumbekanntmacher - auf zu Amano (ADA)! Diesen Artikel habe ich ein wenig weiter unten für die Aquarianer getrennt!

Nachdem wir uns nun einige wunderschöne Naturaquarien angesehen haben, geht es weiter mit wunderschönen Koi. Wir machen uns auf zu Yamasagi (bekannt für gute und günstige und KLEINE Yamabuki, Platinum, Chagoi, Ochiba-Shigure, Kumunryu). Wir schauen über ca. 50.000 Tosai und entdecken natürlich auch was für uns: Doitsu-Yamabuki-Hariwake, PlatinumOgon, Benigoi, Ochiba-Shigure (zu teuer)! Dann haben wir noch Nisai entdeckt (ca. 40-45 cm) und konnten zu der Qualität und dem Preis nicht "Nein" sagen - superinteressanten Sushui, tolle Doitsu-Yamabuki-Hariwake, schneeweißer(!) PlatinumOgon und ein wunderschöner rötlicher Chagoi! Bilder sagen mehr als diese Worte!!!

Da es leider schon wieder dunkel ist (be Yamasagi haben wir bereits mit Licht ausgesucht) machen wir und zufrieden, aber hungrig auf den Weg zum ... Sushi essen! Unser Fischverweigerer hat es selbst vorgeschlagen, nachdem er darauf hingewiesen wurde, daß es auch Garnelen (Ebi, AmaEbi) Sushi gibt - das UnagiRestaurant (Aal) wurde weiterhin verweigert!!! Mussten 15 Minuten warten, so voll war es (19:00), dann ging es aber Schlag auf Schlag und die 5 (fünf) Sushizubereiter kamen dem verbrauch gerade noch nach. Die Auswahl war riesig, die Qualität sehr sehr gut un die Menge ... reichlich! Heisswasser gibt es direkt am Platz aus einem Spender, Teebecher fahren mit grünem Tee im Beutel auf einem gesondertem Band "spazieren", darüber ist das Sushi "unterwegs"! Auch sonderwünsche werden hier erfüllt! So verzehrt unser Antisushimann heute unglaubliche Mengen (jedoch nur GarnelenSushi) am Ende nimmt er ein Unagi Nigiri (Aal auf Reis) vom Band, läßt sich von unserem Agenten die richtige Sosse geben ... und isst es! ... Verblüfft schauen wir uns an und überlegen, ob wir das gerade wirklich gesehen haben!?! Haben dann Nachgefragt, ob es denn geschmeckt hat!? "Lecker!" kam als Antwort! Wieder verblüffung unsererseits ... nach 2 Minuten erklären wir, dass es Unagie (Aal) war - "Ich weiß!" kam! Ein Kleiner Hinweis von uns scloss diesen Abend hier dann ab "Dann hätten wir auch ins UnagiRastaurant fahren können!!!!" ... Breites Grinsen machte sich breit (bei allen Beteiligten)!

 

 


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24.02. ADA (Aqua Design Amano)
 

Wir fahren bereits knapp eine Stunde auf der Autobahn (für die hier extra bezahlt werden muß, allerdings sehr übersichtliche Summen). Als wir die Autobahn verlassen bietet sich das fürs ländliche Japan übliche Gesicht - kleine Häuser, Reisfelder, teilweise etwas weniger auf Schönheit geachtet - nichts besonderes also. Als wir in eine kleine Seitenstraße einbiegen ist einzig das Navigationssystem sicher, daß wir hier richtig sind. Eine rechts, dann dier Straße links herum folgen ... hmmm ...??? Da DAS Dach kenn ich von Bildern, hier sind wir richtig. Das Auto auf dem nur von zwei weiteren Autos besetztem Parkplatz abgestellt (wohl von Mitarbeitern genutzten, da diese ganz am Ende standen) und etwas unsicher richtung Eingang.

Vor der Tür die entspannende Sicherheit: Geöffnet von 10:00 bis 17:00 - Erleichterung!

Wir gehen hinein und sind bereits hier berührt von einem größerem Aquarium, welches uns empfängt. Der Manager der Ausstellung begrüßt uns und läd uns ein uns um zu schauen. Wir sind sehr angetan von so vielen tatsächlich schon länger stehenden und gut gepflegten Aquarien, die optisch (je nach letztem Pflanzenrückschneidetermin) doch alle gut bis hervorragend aussehen - Kompliment an den Manager und das Pflegeteam von ADA für die Kontinuität des Pflegens!

Die Bilder möge jeder selbst bewerten, ich würde mich jedoch freuen, wenn ich einen kurzen(!) Kommentar bekommen könnte, welches Bild am meisten zusagt und warum? Dieser Ausstellungsraum entsprach vom Ambiente einer Kunstwerksausstellung berühmter Maler!

Zum Ende interessiert sich der Manager ein wenig mehr woher wir den kommen würden und warum wir in Japan seien. Wir erzählen Ihm, daß wir hier Koi kaufen und das wir aus Deutschland kommen. Er freut sich sehr, daß wir den Weg von Nagaoka zu Ihm gefunden haben. Als er erfährt, daß ich auch tropische Fische verkaufen und auch mit Herrn Nardelli (ADA-Vertrieb Europa) vor vielen Jahren schön geschäftlichen Kontakt hatten schlägt er vor, das ich evtl. mal ein Praktikum bei ADA machen sollte. Ich fühle mich geschmeichelt und bedanke mich für den angenehmen Aufenthalt.

Wir verlassen ADA mit voller Begeisterung für diese Art der Präsentation! Allerdings auch mit der Gewissheit, dass hier auch nur mit Wasser gekocht wird, allerdings mit viel Liebe und Hingabe!

 


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Aquarien

 

25.02. Ein Montag wie kaum ein anderer
 

Sonnenschein erwarteteuns am Morgen. Nach dem Frühstück versprach uns unser japanischer Agent, daß er für heute Sonne geordert hätte. Wir sehen das ähnlich, also auf in die Berge!

Erster Anlaufpunkt heute ist Hosokai. Hier oben liegt bereits recht viel Schnee und die Landschaft ist hie nicht so verbaut wie weiterunten im Tal, wo uns die Überlandleitungen ständig im Weg "rumhängen"!. Wir treffen Hosokai und seinen Vater an. Hier finden wir wunderschöne Goshiki und AiGoromo in schöner XL Größe! Wir schaeun auf seine Tosai (1-jährgen) und sind erfreut, daß wir hier YamabukiOgon, Ochiba-Shigure, Gosanke (Kohaku, Showa, Sanke) bekommen können! Klasse! Der Senior ist sehr nett und wir versuchen uns mit Englisch und kleinsten Japanfetzen, während er es mit Japanisch und kleinsten fetzen Englisch versucht! Wir erzählen auf nachfrage, wo wir herkommen und wie das Wetter in Deutschland ist. Auch in Hobbyist mit englischem Basiswissen ergänzt die bisherige "Unterhaltung". Anschließend machen wir noch ein Gruppenfoto, um uns an diesen freundlichen Moment mit Hindernissen zu erinnern - Vielen Dank Mr. Hoskai senior!.

So, nun wollen wir noch höher hinaus ... wir fahren zu Ofuchi, dort hatten wir 2006 Ofuchi 4 METER liegenden Schnee!!! Diesmal liegen hier "nur" ca. 1,5-2 meter. Die Landschaft ist hier Oben wie von einem anderem Stern ... es ist knapp über 5 Grad und die Sonne scheint abundzu durch die Wolken! Ofuchi, sein Bruder und Ofuchi´s Sohn kommen in das Gewächshaus mit dem "Schwebbalken" (schaut auf den Bilder, dann seht Ihr warum!)! Wir bekommen einen recht hohen Preis angesagt und beschließen nur einige hochwertige Ochiba-Shigure aus zu suchen, da diese momentan sehr wenig zu bekommen sind und daher der Preis dafür gerechtfertigt ist.

Nun geht es zurück ins Tal, vorbei an einer (im Sommer!) wunderschönen Tempelgartenanlage ... beachtenswert sind die Kanaldeckel!

Marudo ist unsere nächste Station, er empfängtg uns freundlich wie immer. Momentan hat er einen amerikanischen "Praktikanten" der erlernen möchte, wie Koi von Marudo gehalten, sortiert und evtl. gezüchtet werden . Sicherlich eine grosse Ehre mit einem der größten Koi-Züchter so eng zusammen zu arbeiten und in seinem Haus zu leben!!! Wir entdecken schöne Chagoi, YamabukiOgon und natürlich wahnsinns Kohaku, Showa und Sanke - alle in weit über 60 cm!!! Wir fahren weiter zu einem anderem seiner recht großen Gewächshäuser. Hier hat er wahnsinnmengen an Tosai (1-jährige) geschätzt deutlich über 60.000 Stück! Einige Kohaku fehlen uns noch für unseren disjährigen Koi-Tosai-Mix, also "besorgen" wir uns eine Box (70 Stk) dazu! Wir werden eingeladen uns seine Tategoi an zu sehen (1-jährige) ... und hier stockt uns der Atem, denn DAS sind Tiere in einer Qualität die wir niemals als 2- und 3-jährige zu gesicht bekommen! Die Frag wirft sich auf: "Wo bleiben die?"! Berücksichtigen wir mal das es ca. 1000 Stück waren und nur von einem (wenn auch sehr großem) Züchter!!!

Weiter zu Kawakami - gute günstige, aber auch mal ausgefallene Koi gibt es hier, wenn er denn hat, was gesucht wird. Für seine billigfische sind wir schon lange zu gut, also schauen wir nurnoch in die Teche mit den "Besseren"! Superklasse: BeniKumunryu, SakuraOgon, YamabukiOgon, PlatinumOgon, GinMatsuba und einen tollen Shiro Bekko (weiße Grundfarbe!

Schauen hinterher noch bei einem kleinem Züchter vorbei von dem wir vor Jahen mal Koi gekauft haben. Das Gewächshaus ist offen, Fische sind da (war letztens nicht so), sind von sehr guter Qualität, jedoch sehr Dünn! WIr beschließen diesen Züchter weiter zu beobachten, um zu sehen, ob er demnächst doch wieder für uns in Betracht kommen kann!

So nun nochmal zu Hirasawa, denn wir brauchen doch noch einen großen Fisch von Ihm. Nach relativ kurzem umsehen (aber genauer Auslese) wird ein Asagi entdeckt, der zu einem annehmbarem Preis von uns erstanden wird! Der neue Besitzer wird sehr Glücklich sein ein Tier in dieser Qualität zu diesem Preis zu erhalten (hier wurde ien Koi mal "im Auftrag" ausgesucht)!

Sehr weit oben in den Bergen, jedoch von hier leicht(er) erreichbar ist ein weiterer Züchter, den wir jedoch telefonisch nicht erreichen können. So geschieht es, daß wir vor einem verschlossenem Gewächshaus mit wunderschönen Tieren stehen und diese nur durch die beschlagenen Türen betrachten können! man kann nicht immer Glück haben im Leben!

Fröstelnd begeben wir uns zum Abendessen zum "TonCatZu" (oder so) gibt es auf besonderen Wunsch da das Unagi(Aal)Restaurant heute geschlossen hat (leider!)! Heute Abend ist einer der wenigen Momente, wo genug Freizeit herrscht um etwas ein zu kaufen und das werden wir jetzt auch gleich tun (20:15), danach gibt es Bilder der Koi (die brauchen immer etwas arbeit!) Japan schaff ich evtl. in den nächsten 15 Minuten!

Nachtrag: Waren noch im "Baden Baden" - unglaublich aber wahr, mitten in Japan mit "typisch deutschen Gerichten": italienischer Pizza, Irischem Bier und auch etwas deutsches: "Schlachteplatte" und Heineken-Bier ... und was ist mit Labskaus oder so? ... Naja nehmen wir es nicht so ernst! Das Guiness war lecker und das Knobibrot auch!

 


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26.02. Und jetzt ins Warme
 

WIr starten mit dem Shinkansen in Richtung Tokio-Station, müssen dann mit der S-Bahn weiter und dann nach Isawa. Insgesamt sind wir 3,5 Stunden Unterwegs. Die Aussicht aus dem Zug ist wunderschön.

Am Bahnhof werden wir von Sakuma abgeholt. Er ist freundlich und zuvorkommend (wie immer). Wir sehen einen Showa der uns die Schuhe auszieht - HAMMER Körperform, Hautqualität ... einfach ... BOAAA ... unbedingt ansehen ... "Photo is for free!"!

Schauen weiter nach Nisai, Sansai und Yonsai (2-, 3- und 4-jährigen) und werden bei den Tosai fündig (1-jährige)! Tolle Tiere für richtig Geld ... wir hoffen die wachsen so wie wir es uns vorstellen! Wir sortieren einen Teich mit 1250 Koi! Finden davon 120 Stk. die echt toll sind!

Weiter gehts zu Hiroi (Isawa) - ein tolles Gewächshaus mitten in diesem riesigem und warmem Vulkankessel (in dem Isawa liegt)! Die großen Goshiki machen uns fast blind!!! Einige kleine sichern wir uns in entsprechend hoher Qualität, müssen allerdings darauf vertrauen, daß Hiroi für uns vernünftig sortiert!

So und nun aber schnell (schon recht schnell) zum Bahnhof, denn wir wollen in ein Zoogeschäft in Tokio in dem ich bereits letztes Jahr war! Nach 2 Stunden Zugfahrt erreichen wir unseren Zielbahnhof. Unser Agent muß mehrfach nachfragen, bis wir das Geschäft finden (kennt sich halt mit Koi aus). Die Bahnhofgröße ist nicht zu unterschätzen, denn wir gehen bestimmt 15 Minuten (nicht langsam und nicht im Kreis) bis wir angekommen sind! Bericht hierzu erfolgt getrennt, wenn ich wieder in Deutschland bin (es ist der letzte Abend und nach dem Sushi-Essen (siehe gleich) ist es inzwischen 0:10 - ich muß die Bilder noch hochladen (das Netzwerk hier schläft schon etwas!) und dann ... Schlafen! 6 Stunden wären mal was!

Danach auf jedenfall Sushi-Essen ... ist schon Ritual, denn seitdem wir dieses Restaurant gefunden haben ist es am letztem Abend ein muß dort zum Abschluß essen zu gehen (es sei denn, wir bekommen dafür außergewöhnliche Fische irgendwo ... aber richtig Außergewöhnliche!)! Sushibeicht folgt auch später!

Ich hoffe Ihnen hat der Bericht bisher gefallen und würde mich freuen, wenn Sie Ihn für mich kurz bewerten würden, damit ich nachvollziehen kann, ob es Sinn macht dieses wieder zu tun! Gerne auch Verbesserungsvorschläge!

 

Vielen Dank ... Bernd Terletzki

 


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